Ich konnte noch nie gut malen oder zeichnen. Ich habe früher ganz gut Schriftzüge mit einer alten Version von Photoshop am Arbeitsplatz hinbekommen, aber da mir dieses Programm immer zu teuer war, habe ich für meine Arbeit bei Splashgames – Covervorlagen, Logos, Banner – auf Paint.net zurückgegriffen. Und da man ja immer etwas dazu lernt, nützt mir das auch immer wieder bei der Erstellung von Covern für meine eBooks. Leider kann ich immer noch nicht zeichnen, und erschwerend kommt hinzu, dass das ganze Effekte-Paket für Paint.net sehr groß, durcheinander und auf englisch ist.
Bei „Draußen auf dem Parkplatz im Regen …und andere Geschichten“ habe ich also ein Foto gemacht, das erstaunlich gut zu Titelgeschichte passt. Auch von der Schrift und den Texteffekten hat es sehr gut geklappt. Wichtig ist, dass die Schrift nicht zu einfach, also eben nach stinknormaler Computerschrift, aussieht, aber auch nicht nach billiger Effekthascherei. Eine Schrift, so schlicht, pur und gut aussehend wie auf einem Buchcover hinzubekommen, ist für mich die reinste Magie, die ich wohl nie verstehen werde (ebenso wie gutes Zeichnen oder Malen wie reinste Magie für mich wirkt). Klar, eine Druckmaschine (besonders eine von meinem Arbeitgeber) bringt schon eine ganz besondere Qualität aufs Papier. Trotzdem muss man ja eine qualitativ hochwertige Vorlage erstellen, und da würde mich echt mal interessieren, welche Programme, Effekte und Tools die Profis benutzen.
Bei „Ein Vorab-Halloween im Dunkeln“ ist das Cover meiner Meinung nach überhaupt nichts geworden. Die Schrift, ok, aber nichts weltbewegendes. Aber ich habe versucht, zu malen! Einen Kürbis (und zwar einen, der in der Geschichte vorkommt), schrecklich. Was solls, ich steh dazu, dass das Teil be… …scheiden aussieht. Ich habe sogar die Beschreibung des Kürbisses in der Geschichte etwas abgeändert, damit das Leuchten in den Augen passt. Im Gegensatz zum Vorgänger (den ich aufgrund der unterschiedlichen Thematik der enthaltenen Geschichten noch unter meinem Realnamen veröffentlichte) kaufte außer zwei Bekannten niemand das eBook – bis im Juni ein Verkauf über den Weltbild-Vertriebskanal bei XinXii stattfand, der mich wirklich aus den Socken fegte. Mit Sichtbarkeit und Marketing muss ich mich noch befassen, aber das ist ein anderes Thema.
Also konzentrierte ich mich bei „15 Schattierungen von Quarzbraun“ voll und ganz auf die Schrift. Und habe eigentlich sehr gut umsetzen können, was ich mir so als Cover vorgestellt hatte.
Nun hoffe ich also, nicht mehr den Überblick zu verlieren, was die Effekte von Paint.net angeht, denn demnächst steht das Cover meiner Erzählungssammlung „Lars R.R. Gunmanns Lied von Fortschritt und Fischen“ an (*hüstel*, das R.R. im Namen hat schließlich weder John noch George geschadet). Oder sollte ich mich vielleicht mal erkundigen, was ein professionelles Cover kosten würde? Ob sich das lohnt? Vielleicht finde ich das im Laufe dieser Blogparade raus, die XinXii angezettelt hat, und an der ich hiermit teilnehme, gerade weil mich das Thema Covererstellung sehr interessiert. Und vielleicht gibt es noch viel mehr Tipps und Anregungen dadurch.
Hier noch das Cover zu meinem bisher einzigen eBook, das ich über XinXii laufen habe (es werden sicher noch mehr, aber dazu an anderer Stelle mehr). Keine Texteffekte, kein Talent beim Zeichnen, aber… Ne, eigentlich nichts aber: