Autoren sterben einsam

Edit vom 2.9.15: Das ganze Buch ist nun hier erhältlich:

Autoren sterben einsam bei Amazon

Hier ist ein Auszug aus „Autoren sterben einsam“, meinem letztjährigen NaNo-Projekt.
Mein Musiktipp: Monty Python – Money Song

„Hier haben Sie den Vertrag. Unterschreiben Sie, und Ihr erstes Buch ist schon so gut wie gedruckt, der Vorschuss so gut wie auf Ihrem Konto.“

Hagen zog beide Augenlider und –brauen ein Stück weiter hoch. „Wow, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Danke!“

„Danken Sie nicht mir.“ Der Verlagsleiter lächelte Hagen an, und nahm ein Formular in die Hand. „Da wären noch einige Kleinigkeiten, Sie verstehen sicher.“

„Kleinigkeiten?“

„Ja, klitzekleine Kleinigkeiten. Womit schreiben Sie?“

„Mit einem Laptop. Die freie Office-Software.“

„Aha.“ Der Verlagsleiter nahm einen Stift zur Hand und setzte ihn über dem Formular an. „Woher haben Sie den Laptop?“

Hagen sah den Verleger schweigend an.

„Wenn ich fragen darf, natürlich.“

„Nun ja, aus dem Supermarkt. Ich verstehe nicht, ist das wichtig?“

„Oh ja, klar. Sehr wichtig.

„Verstehe. Nein, eigentlich nicht.“ Hagen erhob sich ein wenig aus seinem Sitz um einen besseren Blick auf sein Gegenüber zu bekommen. „Was streichen Sie denn da?“

„Oh, nichts. Keine Sorge, alles in Ordnung. Es gibt keine Komplikationen, nichts Ernstes.“

„Wieso betonen Sie das so?“

„Tja… Nun, warum füllen Sie den Rest nicht selbst aus?“ Der Verlagsleiter reichte das Formular über den Schreibtisch.

„Gerne.“ Hagen nahm den Stift zur Hand, las das Formular, und kreuzte hier und da etwas an. Ab und zu nickte der Verlagsleiter und lächelte dabei. Nach drei Minuten sah Hagen ihn an. „Warum soll ich aufschreiben, was ich zum Frühstück esse?“

„Nur eine Formalität, nichts weltbewegendes. Einfach weiter machen.“

„Und wieso wollen Sie meine Toilettenpapier-Marke wissen?“

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