Klassischer Fehlstart…

…aber dann auch nichts gerissen

Ja, Feiertag, Wochenende. Das hört sich nach freier Zeit fürs Schreiben an. Nicht aber, wenn man noch ein Buch zu Ende lesen und rezensieren muss, Spiele getestet werden wollen, und Auftragstexte zur Finanzierung einer PS4 dringend notwendig sind (was natürlich wieder ins Testen von weiteren Spielen mündet). Also ging das erste Novemberwochenende an andere Dinge drauf, und nicht so sehr an NaNoWriMo und Projekt Tempora.

Tatsächlich hatte ich danach aber genug Zeit den Roman voranzubringen. Dennoch hing ich fest. Eine schlechtere erste Woche als 2012. Noch schlechter war es nur 2007, als ich das erste Mal beim NaNo mitmachte, und in Anlehnung an Zwerge, Orks und Elben ein Buch über Murlocs schreiben wollte. Damals entfiel sich auch eine Menge Zeit auf den Gedanken, wie ich die Viecher denn nennen soll, ohne ein „Copyright Infringement“. Fischköpfe? Froschköpfe? Ich entschied mich letzten Endes für Gurgler. Das Ding bekam gerade mal 699 Wörter. Ich habe die Sache damals wohl auch nicht ernst genug genommen, obwohl ich damals keine Auftragstexte geschrieben, kein Buch rezensiert, und keine Spiele getestet, und sicher auch nicht genug gezockt habe. Ist alles eine Frage der Zeiteinteilung, der Disziplin und des schon geradezu mystischen „Flows“.

Also, warum hat sich dieser Flow bei Projekt Tempora bisher noch nicht eingestellt? Eine ganze Weile hatte ich keinen Schimmer, dann aber merkte ich, dass mit der Erzählperspektive etwas nicht stimmt. Das habe ich hingekriegt, und inzwischen, nach fast zwei Wochen, steht zumindest das Intro auf festen Beinen (Obwohl schon nachfolgender Text existierte). Das alles kam aber recht spät in Gang, so dass ich inzwischen nur 5873 Wörter habe. Gestern war übrigens mein bester Tag, weil ich einen Weg gefunden habe, Zeit, die ich nicht damit verbringen kann, wichtige Dinge zu erledigen (die ja nun trotz NaNo und drohender Aufschieberitis dennoch wichtig bleiben) fürs Schreiben frei zu schaufeln: Ich habe meinen AlphaSmart 3000 wieder hervorgeholt.

Einen was? Ein AlphaSmart ist praktisch eine elektronische Schreibmaschine, die nicht viel mehr als Textverarbeitung kann. Dafür kann man sich gut auf den Text konzentrieren, hat sogar mehrere Dateien, das Ding ist handlicher als ein Laptop, und die Batterien halten beinahe ewig. In zwei Stunden bin ich so auf fast 1500 Wörter gekommen. Kann ich mehr Zeit frei schaufeln, habe ich vielleicht noch eine Chance.

Allerdings habe ich auch an meinem neuen eBook gearbeitet, und will es am Wochenende auf Amazon stellen, und an sich könnte mein Tempora-Plot schon noch etwas mehr Planung benötigen. Ich habe ja noch zwei Romane, die überarbeitet werden wollen, irgendwann und irgendwie muss man halt zu Potte kommen. Ich werde es dennoch weiter mit Tempora versuchen, denn auch wenn ich dadurch nur erreiche, wieder regelmäßiger zu schreiben, ist es ein Sieg.

Ja, mit meinen Blogbeiträgen bin ich auch ganz schön hinterher. Mal sehen, wie es die nächsten zwei Wochen läuft.

Der Musiktipp darf nicht fehlen:

Power Glove – Blood Dragon Theme (Reprise) aus Far Cry 3: Blood Dragon

2 Gedanken zu „Klassischer Fehlstart…

  1. Ach das kommt mir so bekannt vor. Letztes Jahr habe ich 100 Seiten Fragmente zum Roman geschrieben und mir dann gesagt: Erst mal abwarten, was im Studium kommt. Und so schieb ichs vor mir her. Ein Jahr Studium is rum, seit 10 Monaten liegt der Stift brach. Jetzt endlich, in zwei Monaten kommt Plot an die Reihe und nach dreimaliger Überarbeitung sind 7 Seiten Roh-Plot fertig. Blöd, wenn man sich selber ausbremst. Dafür hab ich gefühlte 100 Ausschreibungen (in Wahrheit warens wohl nur 50 …) mitgemacht. Mal von den Studientexten abgesehen, hab ich wohl ein ganzes Kurzgeschichtenwerk erschaffen. Aber Fazit zum Roman: 0 neue Seiten *Argh*.

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